Montag, 19. August 2013

Das Basislager ist erreicht

Gestern traf eine neue Nachricht der DAVler ein. Nach einem ruhigen Tag zur Akklimatisation erreichen sie heute das Basislager auf ca. 4000 Meter Höhe und werden so hauptsächlich mit dem Transport der Gepäckstücke beschäftigt sein.

Tagsüber ist das Wetter meistens sonnig bei +20°C. Das hebt natürlich die Laune der Teilnehmer erheblich. Die Nächte sind erheblich kälter und Abends beginnt es meist zu regnen.

Alle sind wohlauf und freuen sich darauf die nächste Etappe antreten zu können.

Die Audiodatei steht hier zum Download zur Verfügung.

Freitag, 16. August 2013

Die Gruppe ist wieder vereint

Die erste Voicemail der Expeditionsteilnehmer ist eingetroffen. Die Basisrunde ist wohlbehalten in Bischkek am Flughafen gelandet und wurde dort von den Experten abgeholt. Nach einer 12 Stunden langen Busfahrt durch die schöne Landschaft Kirgisistans sind sie in Osh angekommen. Nun geht es weiter Richtung Basiscamp.

Die Audiodatei steht hier zum Download zur Verfügung.

Sonntag, 11. August 2013

Es ist endlich soweit!

Wo Mensch und Berg sich begegnen, ereignen sich große Dinge, die sich im Gedränge der Straßen nicht verwirklichen lassen.
(William Blake)

Es ist endlich soweit!
Morgen, Montag starten die 5 „Experten“ nach Kirgisistan. Leider nur zu fünft, da wir einen verletzungsbedingten Ausfall verbuchen müssen. Diese Vorhut wird die Organisation und die Einkäufe in Bischkek erledigen und die Ankunft der verbleibenden 12 Bergsteiger vorbereiten.
Diese fliegen am Mittwoch nach Bischkek. Am Donnerstag ist die ganze Gruppe wieder vereinigt und es geht sofort in Bussen über Osh und Sary Tash in Richtung Basislager.
Nach einem sehr anstrengenden und intensiven Vorbereitungswochenende fühlen wir uns organisatorisch und mental sehr gut auf die folgenden Wochen vorbereitet. Alle Rucksäcke sind gepackt, die allgemeine Ausrüstung wurde verteilt und in Packsäcken verstaut.
Ihr werdet hier regelmäßig, 1-2 mal/Woche neues über unsere Fortschritte in Kirgisistan lesen können.
Wir bedanken uns herzlichst bei all unseren Sponsoren, Spendern, Unterstützern und allen, die uns geholfen haben dieses Projekt zu verwirklichen. Danke an alle für die super Vorbereitungszeit, es war anstrengend aber ein riesen Spaß!
Pik Chorku, zieh dich warm an, die „Mutigen 17“ kommen und holen dich!!!

Die fast komplette Expeditionstruppe inklusive Gepäck

Hier noch ein paar Fotos vom Packen und Planen am letzten Wochenende vor Abflug:




Zeitungsartikel

Am 09.08. waren wir übrigens in der Allgäuer Zeitung (Kaufbeurer Teil). Hier der Link zum Eintrag auf der Seite der Allgäuer Zeitung:
Online-Artikel


Montag, 5. August 2013

2.-4. August 2013: Eiskurs

Die Spannung steigt langsam, der letzte Kurs ist vorbei: vergangenes Wochenende waren wir in der Silvretta zu einem Gletscherkurs. Weil wir am Freitag Nachmittag schon vom Rumstehen bei 36 Grad schwitzten wie die Schweine, fuhren wir erstmal zum Baden an den Forggensee. Dadurch verplemperten wir dann leider so viel Zeit, dass wir erst um elf Uhr abends das Lager erreichten.
 Zum Glück waren ein paar von uns schon seit Donnerstag in der Nähe der Wiesbadener Hütte unterwegs gewesen und hatten schon einen Lagerplatz ausgesucht. Nach einer kurzen Nacht liefen wir am nächsten Morgen zum Ochsentaler Ferner. Wie schon beim Bergsteigen-Grundkurs hatte jeder von uns ein kleines Thema vorbereitet. Also erklärten wir uns gegenseitig Steigeisen- und Pickeltechniken sowie Sicherungsmöglichkeiten.

 Bevor wir zum "Zeltplatz" zurückkehrten, untersuchten wir noch die Festigkeit von Eissanduhr und -schraube, indem wir alle zusammen am Seil zogen welches am jeweiligen Fixpunkt fest gemacht war (wir hatten keine Chance). Nach einem Einkehrschwung und einem kurzen Bad im Bach/Teich in der Nähe von unserem Lager, erwischte uns ein Gewitter, weswegen wir erstmal das Ende des Regens abwarteten. Eigentlich wollten wir unsere Mühen der ganzen Kurse am nächsten Tag mit einem Gipfel belohnen, aber weil ab Mittag Gewitter gemeldet waren, machten wir einen Gemütlichen: gemütlich aufstehen, gemütlich frühstücken, gemütlich abbauen und gemütlich absteigen. 
Obwohl es tatsächlich auf der Heimfahrt regnete, hüpften wir (sogar bei Sonnenschein) in den Urisee und kehrten danach noch auf einen Käsekuchen im Hotel Helmer ein. Das Fazit des Wochenendes ist also: wir waren zwar auf keinem Gipfel, dafür aber in drei Seen.

Samstag, 27. Juli 2013

Höhenmedizinische Studie

Fast das komplette Expeditionsteam nimmt derzeit an einer Studie des Berliner Tropeninstituts in Zusammenarbeit mit der Uni-Klinik München teil, welche untersucht, ob die Sauerstoffsättigung im Blut unter kurzzeitigem Sauerstoffmangel einen Vorhersagewert für die akute Höhenkrankheit liefert. Der Titel der Studie lautet "ALTiTUDE-Study: Acute mountain sickness and its Long-Term predicition by Testing the SaO2 values Under Defined Exposure to altitude". Hierzu fuhren wir in Kleingruppen nach München in die Reise-Praxis im Globetrotter. Dort wurden wir jeweils zu zweit für eine Stunde per Maske an ein Gerät angeschlossen, welches durch Stickstoffbeimischung eine Luftgemisch ähnlich dem in Höhen von 3900m simuliert. Während den 60 Minuten wurde dann mehrmals unsere Sauerstoffsättigung im Blut, der Puls und der Blutdruck gemessen und protokolliert. Davor und danach und nach unserer Reise mussten bzw. müssen wir einen Fragebogen ausfüllen und währen wir in Kirgisistan sind, werden wir ein kurzes Tagebuch führen. Dann sind wir mal gespannt, was bei der Studie so rauskommt!
Marco und Dani mit Maske und Pulsoxymeter am Finger

Das obere ist die Sauerstoffsättigung, das untere der Puls (Dani ist wohl aufgeregt ;) )


Gesa wollte eigentlich Lernen, aber mit der Maske sieht man kaum was und müde wird man auch noch!
Übrigens spürt man tatsächlich leicht im Kopf und im Magen, dass was anders ist.

Mittwoch, 24. Juli 2013

20.-21. Juli 2013: Spaltenbergungskurs

Halt da ist ein Spalt! Wenns immer so einfach wäre, hätten wir uns das Wochenende wohl sparen können. Aber damit wir auch gerüstet sind, falls wirklich mal einer von uns in eine Gletscherspalte fällt, gab´s letztes Wochenende einen Spaltenbergungskurs für uns Expeditionsteilnehmer. Dabei wurde die Juma-Leitung tatkräftig von Ralf Ebner von der Sektion und vom Philipp unterstützt, da hier technisches Know-How gefragt ist, welches Ben und Martin ihrer Meinung nach nicht gut genug beherrschen.
Wir fuhren also Samstag sehr früh los Richtung Obergurgl am A.d.Ötzals. Nach einigen Klopausen kamen wir irgendwann an und stiegen ins Gaißbergtal auf. An einer Brücke starteten wir dann gleich mit der ersten Einheit: Selbstrettung. Am Seil hochprusiken, Umbau zum Selbstflaschenzug und Rammeltechnik wurden hier ausprobiert und geübt. Danach gings weiter ins Tal hinein, bis wir nach einiger Suche inklusive Gletscherbachüberquerung (500m weiter wäre eine Brücke gewesen) einen geeigneten Platz zum Biwakieren gefunden hatten. Die neuen Benzinkocher wurden gleich in der Praxis getestet und da das Essen schmeckte taugen die Kocher wohl. Am Sonntag ging´s dann los Richtung Gletscher, der irgendwie doch noch weiter weg war als erwartet. An einem steilen Gletscherhang übten wir die Kameradenrettung mit Loser Rolle. Da einige von uns noch in ihre Studienorte zurück mussten, stieg der Großteil danach ab und fuhr zurück nach Kaufbeuren. Der Rest machte noch einen Gipfel, bevor es nach Hause ging.

Vielen Dank an Ralf Ebner für den Kurs!