Samstag, 27. Juli 2013

Höhenmedizinische Studie

Fast das komplette Expeditionsteam nimmt derzeit an einer Studie des Berliner Tropeninstituts in Zusammenarbeit mit der Uni-Klinik München teil, welche untersucht, ob die Sauerstoffsättigung im Blut unter kurzzeitigem Sauerstoffmangel einen Vorhersagewert für die akute Höhenkrankheit liefert. Der Titel der Studie lautet "ALTiTUDE-Study: Acute mountain sickness and its Long-Term predicition by Testing the SaO2 values Under Defined Exposure to altitude". Hierzu fuhren wir in Kleingruppen nach München in die Reise-Praxis im Globetrotter. Dort wurden wir jeweils zu zweit für eine Stunde per Maske an ein Gerät angeschlossen, welches durch Stickstoffbeimischung eine Luftgemisch ähnlich dem in Höhen von 3900m simuliert. Während den 60 Minuten wurde dann mehrmals unsere Sauerstoffsättigung im Blut, der Puls und der Blutdruck gemessen und protokolliert. Davor und danach und nach unserer Reise mussten bzw. müssen wir einen Fragebogen ausfüllen und währen wir in Kirgisistan sind, werden wir ein kurzes Tagebuch führen. Dann sind wir mal gespannt, was bei der Studie so rauskommt!
Marco und Dani mit Maske und Pulsoxymeter am Finger

Das obere ist die Sauerstoffsättigung, das untere der Puls (Dani ist wohl aufgeregt ;) )


Gesa wollte eigentlich Lernen, aber mit der Maske sieht man kaum was und müde wird man auch noch!
Übrigens spürt man tatsächlich leicht im Kopf und im Magen, dass was anders ist.

Mittwoch, 24. Juli 2013

20.-21. Juli 2013: Spaltenbergungskurs

Halt da ist ein Spalt! Wenns immer so einfach wäre, hätten wir uns das Wochenende wohl sparen können. Aber damit wir auch gerüstet sind, falls wirklich mal einer von uns in eine Gletscherspalte fällt, gab´s letztes Wochenende einen Spaltenbergungskurs für uns Expeditionsteilnehmer. Dabei wurde die Juma-Leitung tatkräftig von Ralf Ebner von der Sektion und vom Philipp unterstützt, da hier technisches Know-How gefragt ist, welches Ben und Martin ihrer Meinung nach nicht gut genug beherrschen.
Wir fuhren also Samstag sehr früh los Richtung Obergurgl am A.d.Ötzals. Nach einigen Klopausen kamen wir irgendwann an und stiegen ins Gaißbergtal auf. An einer Brücke starteten wir dann gleich mit der ersten Einheit: Selbstrettung. Am Seil hochprusiken, Umbau zum Selbstflaschenzug und Rammeltechnik wurden hier ausprobiert und geübt. Danach gings weiter ins Tal hinein, bis wir nach einiger Suche inklusive Gletscherbachüberquerung (500m weiter wäre eine Brücke gewesen) einen geeigneten Platz zum Biwakieren gefunden hatten. Die neuen Benzinkocher wurden gleich in der Praxis getestet und da das Essen schmeckte taugen die Kocher wohl. Am Sonntag ging´s dann los Richtung Gletscher, der irgendwie doch noch weiter weg war als erwartet. An einem steilen Gletscherhang übten wir die Kameradenrettung mit Loser Rolle. Da einige von uns noch in ihre Studienorte zurück mussten, stieg der Großteil danach ab und fuhr zurück nach Kaufbeuren. Der Rest machte noch einen Gipfel, bevor es nach Hause ging.

Vielen Dank an Ralf Ebner für den Kurs!

















Montag, 8. Juli 2013

28. Juni 2013 "Elternabend"

Nachdem eine Reise nach Kirgisistan nicht gerade das Alltäglichste ist, und sich die ein oder andere Mama doch Sorgen um ihr "Kind" macht, gab´s am 28. Juni abends eine Informationsveranstaltung für Eltern, Geschwister, Freundinnen und Freunde. Im DAV-Zentrum kamen so einige Angehörige zusammen, und lauschten zunächst Ben, der über die Expedition und bisherig Geschehenes sowie die DAV-Expeditionsversicherung berichtete. Danach gab uns der Sektionsvorsitzende Ralf Trinkwalder Informationen zum Kriseninterventionsteam des Alpenvereins. Nach einigen Fragen zur Notfallsituationen beendeten wir das ganze mit dem treffenden Spruch eines Vaters: "Jetzt hören wir mal auf mit der ganzen Schwarzmalerei und freuen uns einfach auf ein gemütliches Bier wenn sie zurück sind!". Im Anschluss wurde noch gegrillt und zusammengesessen, was dem Ganzen einen schönen Abschluss gab. Vielen Dank an die Sektionvorsitzenden Ralf Trinkwalder und Uli Beer für die Unterstützung unter anderem bei dieser Veranstaltung!

Mittwoch, 26. Juni 2013

24. Juni 2013 Höhe, Medizin und Erste Hilfe

Sonntag, der 24. Juni war mal wieder total überladen: Den ganzen Tag über wollten wir unseren Messestand betreuen, vormittags hatten wir ein Planungstreffen mit einem Vortrag übers Höhenbergsteigen vom Martin, mittags besuchte uns Anita Kirner, die uns höhenmedizinische Tipps und Informationen über die Studie gab, an der wir teilnehmen (Thema der Studie: Zusammenhang zwischen Sauerstoffsättigung im Blut und Höhenkrankheiten) und zuguterletzt fand am Nachmittag noch der Erste-Hilfe-Auffrischungskurs für alle Interessierten statt.

Vielen Dank an Anita Kirner, die sich extra Zeit für uns genommen hat und an Sonja Erben vom Roten Kreuz für die super EH-Auffrischung!

Atemkontrolle

Stabile Seitenlage - passt oder?

Kopfverband "Pirat"

Kopfverband "Putzfrau"

Brainstorming: Was wollen wir lernen?

Ben und André derweil auf der MIR


Mittwoch, 19. Juni 2013

14.-16. Juni 2013 "Grundkurs Bergsteigen"

Am vergangenen Wochenende waren zehn von den Expeditionsteilnehmern am Hahnntenjoch unterwegs, um bergsteigerische Grundfertigkeiten zu erlernen bzw. zu vertiefen. Dabei gings am Parkplatz erstmal los mit einer Heidi- ääh Ben-und-Martin-Mail: die beiden waren am Vorabend schon zum Zielort gefahren und ließen uns erstmal mit der Anreise allein. Aber selbständig wie wir sind, teilten wir Zelte und Essen auf, fuhren ans Hahnntenjoch und stiegen Richtung Anhalter Hütte auf. Kurz hinter der Hütte fanden wir dann einen Ben, der eine Beinverletzung simulierte. Diese erste Hürde in unserem Kurs meisterten wir ganz gut, und im Anschluss gab´s noch eine kurze Einführung durch die Jumaleitung in verschiedene Methoden der behelfsmäßigen Bergrettung, welche natürlich alle von uns ausprobiert werden mussten. Ein kleines Stück weiter, oberhalb der Anhalter Hütte auf zwei Hügeln, bauten wir dann unsere neuen Expeditionszelte auf, kochten, aßen und testeten schließlich unsere kuschlig-engen Zwei-Mann-Unterkünfte im Schlaf.
Am nächsten Tag gings nach dem Frühstück erstmal los mit Knotenkunde. Nachdem alle blind einen Mastwurf und andere Knoten legen konnten, stiegen wir ein Stück weiter auf, um ein möglichst vielfältiges Gelände zu erreichen. Die nächste Einheit hieß nämlich "Gehen in weglosem Gelände". Firnfelder, Geröll, Schrofen und Steilgras stellen nun kein allzu großes Hindernis mehr dar. Und weil wir gerade schon so viel Schnee um uns herum hatten, wurde als nächstes "Stürzen im Firn" geübt: Jeder sauste mehrmals den Hügel hinunter und bremste schließlich mit der "Liegestützstellung" oder mit dem Pickel (mit und ohne simulierte Steigeisen). Der letzte Punkt des Tages war noch "Fixpunkte im Schnee". Nachdem jeder einen sogenannten toten Mann gegraben hatte, und diese durch die ganze Gruppe belastet wurden (zwei Leute waren wohl etwas faul gewesen - deren Pickel konnten herausgezogen werden), bauten wir ein Fixseil über eine steile Schneeflanke und erklommen diese. Und weil runterkommen auch ganz wichtig ist, lernten wir auch noch Abseilen und übten dies alle einmal. Jede dieser Unterrichtseinheiten war von jeweils zwei Leuten vorbereitet worden, was das ganze sehr abwechslungsreich gestaltete. Nach dem Kochen kehrten wir dann noch auf einen Umtrunk in der Anhalter Hütte ein, denn netterweise durften wir deren Abort benutzen.
Am Sonntag wurde dann alles abgebaut und zusammengepackt, und es ging zurück Richtung Hahnntenjoch. Am Steinjöchle machten wir allerdings noch einmal Halt, denn es standen noch "Fixpunkte im Fels" auf dem Plan. Außerdem mussten wir dort nochmal eine längere Abseilstrecke zum Üben überwinden.
Zum Glück hatten wir diesesmal top Wetter, weswegen der ganze Kurs ein toller Erfolg wurde!

Tarnzelte ;-)

Knotenkunde (Sichern mit Halbmastwurf)

Vortrag: Gehen in Weglosem Gelände

Liegestützstellung

Owei - da ist einer gestürzt!

Bremsen mit Pickel und simulierten Steigeisen

Wir sind auf der Messe MIR

Für alle die uns persönlich kennenlernen wollen: Die Firma Tritscher Wasseraufbereitung hat uns netterweise einen Messe-Stand auf der MIR in Kaufbeuren ermöglicht. Diese findet in der Karthalle vom 21. bis 23. Juni statt. An unserem Stand sind während den Öffnungszeiten fast immer Expeditionsteilnehmer zu finden, die ihnen gerne Informationen zu unserem Projekt geben. Wegen einer höhenmedizinischen Informationsveranstaltung unterstützen uns am Sonntag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr Jungmannschaftsmitglieder, die nicht mit nach Kirgisistan fahren. Aber egal wen Sie an unserem Stand treffen, über unser Projekt können Sie sich dort persönlich informieren. Außerdem gibt es eine Mitmachüberraschung für Jung und Alt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Kurz und knapp: 
Was? MIR Kaufbeuren
Wo? Karthalle Kaufbeuren (Daniel-Kohler-Straße 2), Stand 108
Wann? 21.-23.6.2013 (Freitag von 12.00 bis 19.00 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr)
Der Eintritt ist FREI!

Edit: So sieht unser Stand aus...aber Ben ist ja ganz einsam mit seiner Puppe!

Edit No.2: Hier noch ein zweiter Eindruck:


Vielen Dank nochmal an Tritscher Wasseraufbereitung für den Stand und an Scenic für die Bereitstellung der Schaufensterpuppe und an die fleißigen Helfer, die uns unterstützt haben, obwohl sie gar nicht mit nach Kirgisistan kommen!

Donnerstag, 30. Mai 2013

30. Mai 2013 Probe-Steigtest

Nach wenig Schlaf fuhren wir heute morgen an den Breitenberg, um einmal den Steigtest auszuprobieren. Diesen müssen vor Abflug alle meistern, um die Möglichkeit zu bekommen, mit auf den Pik Chorku zu gehen. Denn um auf 6000m nicht zusammenzuklappen, muss man top fit sein. Damit dies gewährleistet ist, soll jeder Teilnehmer mit einem 20kg schweren Rucksack 1000 Höhenmeter auf einer Strecke von 8km in höchstens zweieinhalb Stunden gehen können. Im heutigen Probelauf war jeder Rucksack 15kg schwer, wobei dieses Gewicht mit Dingen wie Hanteln, Autoketten oder einfach wassergefüllten Flaschen erreicht wurde. Der Vorteil an den Flaschen: den Inhalt kann man oben am Berg ausleeren und somit beim Abstieg die Gelenke schonen. Mit welchen Gewichten auch immer, die erreichten Zeiten gingen von 1 Stunde und 37 Minuten bis 2 Stunden und 15 Minuten. Damit hat jeder, der teilgenommen hat, den Test bestanden und wir haben somit gute Chancen, dass den Pflicht-Steigtest im August alle bestehen. Wir hoffen mal, dass es an diesem Termin unten weniger regnet und oben kein Schnee mehr zu finden ist!

 
Der Aufstieg unter der Bahn

 
Der ganze Mist den wir raufgeschleppt haben

  
Gut dass man die Flaschen ausleeren kann

  
Zum Aufwärmen ein kurzer Einkehrschwung